Loslassen

Die letzten Tage war ich total rastlos unterwegs. Nicht in der Lage runter zu fahren und mich mal auf mich zu besinnen. Und dann fiel mir ein – seit einer Woche esse ich keine Zwischenmahlzeiten mehr und nehme keine Süßigkeiten, in welcher Form auch immer, sowie keinen Kaffee mehr zu mir. Ob das wohl Entzugserscheinungen sein können? Ich glaube es fast, denn in diesen rastlosen Momenten hatte ich oft den Drang etwas zu essen. Ich glaube das muss ich mal noch beobachten, wann genau diese Momente sind.

Ansonsten treibt mich immer noch das Thema „Loslassen“ um. Ich habe angefangen eine Collage zu diesem Thema zu erstellen und mich von der kreativen Seite zu nähern. Es fühlt sich gut an das Thema einfach objektiv anzugehen und bin gespannt was am Ende dabei raus kommt. Vielleicht wird das ja auch mein 1. Blogbild 😉
Gleichzeitig kreisen meine Gedanken, was ich denn brauche um Loslassen zu können. Loslassen ist immer mit einer Angst verbunden. Was kommt, wenn ich los lasse? Fühle ich mich dann einsam oder leer? Oder wird es mir helfen mein neues Ich zu sehen? Zu wissen, wer ich eigentlich sein will und konkret daran arbeiten können? Ich weiß es nicht… und der Schmerz sitzt tief im Verborgenen.

Aber jetzt mal zum Thema wer ich eigentlich sein will. Ich will selbstbewusst und klar sein. Verlässlich und authentisch. In mir ruhend, mit einem großen Vertrauen in mich selbst. Ich will leben wie ich es möchte und meinen Kindern den Raum geben den sie brauchen, um sich zu ebenso klaren und selbstbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln. Vertrauen ins Leben haben und in eine höhere Macht, die mich auf meinem Weg begleitet. Und mich selbst akzeptieren. So wie ich aussehe – jetzt und in der Zukunft.

Während meines ersten Klinikaufenthalts habe ich einen so genannten Einstellsatz erarbeitet:
Ich vertraue mir und bin ein Geschenk für meine Familie und meine Mitmenschen.
Genauso will ich es sehen…
Erst wenn ich daran glaube und es sich echt anfühlt, kann ich auch los lassen. Und sehen dass ich die Verantwortung für mich in vollem Umfang tragen kann.

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