Der Glaube versetzt Berge…

Gestern habe ich eine Postkarte geschenkt bekommen, auf der zu lesen ist: Glaube an das, was noch nicht ist, damit es werden kann. Das musste ich erstmal wirken lassen…

In den letzten Wochen habe ich viel gekämpft. Vor allem damit, mich immer wieder erklären zu müssen was meine Zukunft angeht. Jeder hat da eine Idee und weiß, was das Richtige ist. Ich weiß, dass das alles ja immer nur gut gemeint ist. Aber auch wenn mir manchmal noch der Blick für die Realität fehlt. Unabhängig davon was ich schaffen kann und was nicht, ist es für mich super wichtig ernst genommen zu werden. Und nicht meine Pläne in Frage zu stellen, sondern darüber zu reden, wie ich diese Pläne Schritt für Schritt umsetzen kann.

Ich glaube an das, was noch nicht ist, damit es werden kann. Ich glaube daran, eines Tages gesund genug zu sein um ein einigermaßen gutes Leben führen zu können. Und mit gut meine ich, für meine Familie da sein zu können, die Dinge des Alltags zu meistern und einer Arbeit nachzugehen. Ich möchte Dinge tun, die mich stärken und mir Spaß machen. Und das auch im beruflichen Sinne. Ich will nichts mehr tun, nur weil es vernünftig ist!!! Ich will nur noch das tun, wozu auch mein Herz laut JA sagt.

Und da sind wir nicht nur beim Glauben sondern auch beim Vertrauen. Ich vertraue darauf, dass sich mir Türen öffnen, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Und die Türen, die verschlossen bleiben, sind nicht für mich gedacht. Es ist immer leichter gesagt als getan, aber nicht unmöglich. Es ist die Kunst der kleinen Schritte…

„Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr, sondern um Kraft für den Alltag. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte. Mach mich findig und erfinderisch, um im täglichen Vielerlei und Allerlei rechtzeitig meine Erkenntnisse und Erfahrungen zu notieren, von denen ich betroffen bin. Mach mich griffsicher in der richtigen Zeiteinteilung, schenke mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden, was erstrangig und was zweitrangig ist. Ich bitte um Kraft für Zucht und Maß, dass ich nicht durch das Leben rutsche, sondern den Tagesablauf vernünftig einteile, auf Lichtblicke und Höhepunkte achte, und wenigstens hin und wieder Zeit finde für einen kulturellen Genuss. Lass mich erkennen, dass Träume allein nicht weiterhelfen, weder über die Vergangenheit, noch über die Zukunft. Hilf mir, das nächste so gut wie möglich zu tun und die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen. Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen. Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt. Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen. Ich möchte dich und die anderen immer aussprechen lassen. Die Wahrheit sagt man nicht sich selbst, sie wird einem gesagt. Ich weiss, dass sich viele Probleme dadurch lösen lassen, dass man nichts tut. Gib, dass ich warten kann. Du weisst, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen. Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin. Verleih mir die nötige Fantasie im rechten Augenblick ein Päckchen Güte, mit oder ohne Worte, an der richtigen Stelle abzugeben. Mach aus mir einen Menschen, der einem Schiff mit Tiefgang gleicht, um auch die zu erreichen, die unten sind. Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen. Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte!“

Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944)

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